Kleine und schlanke CMS - Lösungen abseits der Killer-Anwendungen

2015-12-27 08:01 (Kommentare: 0)

Die etablierten Content Management Systeme sind heute umfangreiche Killer-Anwendungen für das Web. Doch nicht immer ist so viel Umfang gefragt. Genügt eine statische HTML-Seite nicht den Anforderungen lohnt ein Blick auf so genannte Flat-CMS.

Was sind flache Content Management Systeme?

Bei flachen CMS, auch Flat-CMS genannt, handelt es sich um einfache Webanwendungen, die in der Regel ohne Datenbank auskommen. Die Daten werden auf der Harddisk des Servers gespeichert - jedoch nicht als HTML-Files, sondern im Text - oder einem nutzerfreundlichen Markup-Format. Die Konfiguration des CMS erfolgt mittels Config-Files. Zusätzlich verfügen die Anwendungen oft über webbasierende Admin-Weboberflächen. Je nach Web-App sind ein Template und Plug-in-System integriert. Einige Flat-CMS verfügen über ein ansehnliches Plug-in-Portfolio und eine gute Auswahl an Themes, wobei die Quantität nicht mit etablierten Killer-CMS verglichen werden sollten.

Have-to-Know Liste der flachen CMS

Diese CMS für Lightweight Websites solltet ihr kennen:

Grav

Grav ist eine Open-Source Lösung, die Code-Distribution erfolgt via Github (https://github.com/getgrav/grav). Für eine gute Performance setzt Grav auf die etablierte Doctrine Cache Library. Somit lassen sich mehr als zehn unterschiedliche Cache-Optionen konfigurieren. Zudem unterstützt Grav fünf unterschiedliche Caching Typen. Einen tieferen Einblick ins Caching bietet die Doku unter http://learn.getgrav.org/advanced/performance-and-caching. Für Erweiterungen verfügt Grav über ein Plug-In-System und eine eigene API. Themes lassen sich durch die integrierte Twig Templating Engine leicht erstellen. Der Content wird mittels Markdown Files in das System integriert.

Droplets – easy Blogging

Droplets ist ein Blogging-System im Flat-CMS-Style. Selbst werben die Macher mit einer Installation in 30 Sekunden. Zur Installation ist ein Zip-File mit der Applikation zu extrahieren und mittels Aufruf der Website im Browser einige Konfigurationen vorzunehmen. Der Content wird bei Droplets genauso wie bei Grav mit Markdown-Files eingepflegt. Einen Editor im Backend gibt es dabei allerdings nicht. Ein einfacher Texteditor auf dem Rechner übernimmt dies. Die so erstellten Files werden sind anschließend mit dem Droplets Uploader zum Webserver übertragen. Ausgeliefert wird Droplets mit einem Theme. Für weitere bietet droplet.com einen Marketplace an. Designer finden auf der Website Hinweise zum Erstellen von eigenen Templates.

Kirby -kostenpflichtiges Flat-CMS mit Rollenmanagement

Kirby ist ein nutzerfreundliches Flat-CMS. Die Konfiguration erfolgt über ein Admin-Panel. Ein rudimentäres Rollenmanagement erlaubt es zwischen Administratoren und einfachen Nutzern zu unterscheiden. Admins verwalten beliebig Accounts und ändern oder löschen Inhalte. Nutzer hingegen erhalten nur Zugriff auf eigene Inhalte.

Content wird auf dem lokalen Rechner mittels eines einfachen Text- oder Markup-Editors erstellt. Dabei lassen sich Videos, Bilder und Links im Handumdrehen einfügen. Hier hilft die ausführliche Anleitung unter http://getkirby.com/docs. Für Anpassungen und eine eigene Optik sorgen Templates und die Kirby API. Entwickler und Designer stehen mit diesen Möglichkeiten für die Customization zur Verfügung. Umsonst ist Kirby jedoch nicht. Der Anbieter unterscheidet zwischen einer Lizenz für nicht-kommerzielle Projekte und einer Professional Lizenz für Commercial Projekte.

GP Easy CMS – Themes, Plug-ins und WYSIWYG-Editor inklusive

GP Easy ist eine Killer-App unter den Flat-CMS und kommt ohne Datenbank aus. Anwender verzichten bei diesem System kaum auf Komfort, die Seiten werden mittels Page-Manager und WYSIWYG-Editor angelegt und gepflegt. Die Installation ist ebenfalls einfach und binnen weniger Minuten erledigt. Die Engine unter der Haube arbeitet schnell und SEO-friendly. Zudem ist die App gut gegen Angriffe gesichert. Repositories für Themes und Plug-ins machen das Anpassen und Erweitern der Installation auch für Admins ohne umfangreiche Programmierkenntnisse einfach.

Vor- und Nachteile von einfachen CMS-Lösungen

Einfache, flache CMS bieten praktisch gesehen kaum Optionen zum Nutzermanagement. Rollensysteme sind nicht üblich. Auch benötigen Redakteure in aller Regel zum Publizieren Zugriff auf das Filesystem. Sie erhalten somit potenziell auch Zugriff auf die Programmfiles der Webanwendung.

Sind die Redakteure vertrauenswürdig liegt ein großer Vorteile im Sicherheitsbereich: Ohne eine Datenbank fällt eine ganze Reihe von Angriffsszenarien weg. Zudem kommen die schlanken CMS mit wenig Speicher und Ressourcenhunger aus. Das sorgt regelmäßig für gute Werte beim Pagespeed. Die geringe Komplexität erlaubt zudem schnelle Installationen und kurze Einarbeitungszeiten in das System.

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