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Wie kann ich einen DMARC Eintrag anlegen?

1 Minute Lesezeit

DMARC steht für Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance.
Er ergänzt SPF und DKIM und legt fest, wie empfangende Mailserver mit E-Mails umgehen sollen, die die Authentifizierung nicht bestehen.

Ziel ist es, das Fälschen von Absenderadressen (Spoofing/Phishing) zu verhindern und die Zustellbarkeit legitimer E-Mails zu verbessern.


Funktionsweise

DMARC prüft:

  1. Ob SPF oder DKIM erfolgreich ist

  2. Ob die Absenderdomain zur sichtbaren Absenderadresse passt

  3. Welche Maßnahme angewendet werden soll, wenn die Prüfung fehlschlägt

Ohne DMARC entscheidet jeder empfangende Mailserver selbst, was mit auffälligen E-Mails geschieht.
Mit DMARC geben Sie eine verbindliche Richtlinie vor.


Beispiel eines DMARC-Records

DMARC wird als TXT-Record im DNS für Host/Subdomain _dmarc.ihredomain.de hinterlegt.

v=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:dmarc@ihredomain.de

Bedeutung der Parameter

Parameter Funktion
v=DMARC1 Versionsangabe (Pflichtfeld)
p= Richtlinie für fehlgeschlagene Prüfungen
none Nur überwachen (keine Auswirkung auf Zustellung)
quarantine E-Mail wird meist im Spam-Ordner zugestellt
reject E-Mail wird abgewiesen
rua= Adresse für zusammengefasste Zustellberichte (Reports)

Empfohlene Vorgehensweise

  1. Startphase (Überwachung)

    v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@ihredomain.de

    → Prüfen, welche Systeme E-Mails versenden

  2. Schutz aktivieren

    v=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:dmarc@ihredomain.de
  3. Maximaler Schutz

    v=DMARC1; p=reject; rua=mailto:dmarc@ihredomain.de

Wichtige Hinweise

  • SPF und/oder DKIM müssen korrekt eingerichtet sein, bevor DMARC aktiviert wird.

  • Eine zu strenge Richtlinie ohne vorherige Prüfung kann legitime E-Mails blockieren.

  • Pro Domain darf nur ein DMARC-Record existieren.

  • Reports werden im XML-Format gesendet und müssen meist mit speziellen Tools ausgewertet werden.

Themen: E-Mail